10 Jahre VIA REGIA – Architekturmodellbau in KönigsbrückVor 10 Jahren wurde auf Initiative der Familie Schöne der Architekturmodellbau in Trägerschaft des Heimatverein Königsbrück und Umgebung ins Leben gerufen, der sich seit 2002 dem Thema VIA REGIA widmet. Inzwischen ist Länder übergreifend ein VIA REGIA Netzwerk entstanden, an dem Kommunen, Vereine, Künstlergruppen, Schlosseigentümer, Privatpersonen u.a. beteiligt sind. Diese haben ein Ziel, die alte Königsstraße zu einem touristischen Magneten zu entwickeln, denn entlang dieser historischen Straße befinden sich wunderschöne naturnahe Landschaften, die von Pilgern bereits durchwandert werden. In diesen Landschaften eingebettet liegen schmucke Dörfer und in den letzten 20 Jahren vor dem Zerfall gerettete Städte mit großer Historie und architektonischen Kleinoden sakraler und säkularer Art.
Wir als VIA REGIA – Architekturmodellbau haben uns das Ziel gesetzt, diese Straße im Kleinformat 1:25 mit Ihren architektonischen Highlighs allen Interessierten zu präsentieren. Am Sonntag, den 22.August 2010 machte nun das VIA MOBIL auf seiner Werbetour für die 3. Sächsische Landesausstellung im Görlitzer „Kaisertrutz“ von Santiago de Compostella kommend hier in unserer Stadt Station. Das ist als Referenz an unsere VIA REGIA – Aktivitäten zu bewerten. Dieses Ereignis nutzten wir, um bei schönstem Kaiserwetter zahlreiche interessierte Besucher auf unsere VIA REGIA – Anlage im ehemaligen „Alten Lager“ am Schlosspark zu locken, um die Ergebnisse von 10 Jahren kreativer Arbeit in Form von über 30 Modellen mit hoher Detailgenauigkeit zu präsentieren. In Anwesenheit unseres Präsidenten der Landesdirektion Dresden, Dr. Henry Hasenpflug, der unseren Ministerpräsidenten vertreten hat, von Frau Maria Michalk MdB-CDU, Bürgermeistern der Region , des Vorstandes der Sparkassenstiftung Herrn Lachmann, , der Vertreterin des ASZ Kamenz, Frau Zinke und der TGG „Dresdner Heidebogen“, Vertreter vieler Vereine und unseres Stadtrates sowie vieler ehemaliger Mitarbeiter wurde das VIA MOBIL durch unseren Bürgermeister Heiko Driesnack herzlich begrüßt. Dabei bedankte er sich dafür, dass Königsbrück als kleinste Station der langen Reise bis nach Kiew diese Ehre zuteil wurde, was letztlich Ausdruck der Anerkennung unserer Arbeit in den vergangenen 10 Jahren ist. Er fordert alle Anwesenden auf, den Info-Fundus des VIA MOBILS zu nutzen. Weitere Grußworte entrichtete Frau Brandt, die Vorsitzende des VIA REGIA- Landesverbandes und überreichte..die neueste Kreation eines länderspezifischen Verlaufes der VIA REGIA in Form mehrerer Bildtafeln. Herzlichen Dank. Sie dankte später auch M. Schöne für ihre langjährige kreative Mitarbeit im Landesverband. Anschließend trat Madame Rosa auf, um einen müstischen VIA REGIA – Bogen von Görlitz nach Königsbrück zu schlagen. Die Gelegenheit wurde genutzt, sie durch Bgm. Driesnack als Botschafterin des „Dresdner Heidebogens“ öffentlichkeitswirksam zu ernennen.. Nun kam es zu einem weiteren Höhepunkt, der Enthüllung des neuesten Modells – des „Kaisertrutz“ - durch Dr. Henry Hasenpflug, Frau Maria Michalk, Herrn Lachmann und Frau Böhme, unserer Werkstattleiterin. Nach ein paar launigen Worten von Dr. Hasenpflug wurde ihm durch den Vorstand des Königsbrücker Heimatvereins Peter Sonntag der Patenbrief des Kaisertrutz–Modells für unseren Ministerpräsidenten St. Tillich überreicht. Der „Kaisertrutz“wird im September beim Sachsentag in Oelsnitz und im November auf der Denkmalmesse in Leipzig Werbung für die Landesausstellung 2011 und für unser Projekt machen , bevor er nach Berlin in der Sächsische Landesvertretung für die gleichen Zwecke werben wird.Anschließend übergab der Vorstandsvorsitzende der Sparkassenstiftung an Peter Sonntag den Stifterbrief. Die Sparkasse hatte für die technische Vorbereitung des „Kaisertrutz“ 2000 € gestiftet. Danach wurde mit Sekt auf den „Kaisertrutz“ und das weitere Gelingen unseres Projektvorhabens angestoßen. Herr Loeschke richtete dann Dankesworte an alle Personen und Institutionen, die zum bisherigen Gelingen unseres Vorhabens über 10 Jahre beigetragen haben, so den Heimatverein Königsbrück, das ASZ Kamenz, die AA Bautzen, die Stadt Königsbrück, an alle bisherigen Mitarbeiter und an die Sponsoren. In diesem Zusammenhang wurden 4 langjährige Mitarbeiter, die den Modellbau auch qualitativ geprägt haben, mit kleinen Präsenten geehrt. Herrn Jagnow als unser erster Lehrmeister und Gründer des heute noch bestehenden Kreativzirkels wurden von Jirka Hofmann gestaltete DVD aus der Anfangszeit im Schloss zur Erinnerung überreicht, die auch käuflich zu erwerben sind. Ein besonderer Dank wurde – ihm zur Überraschung – Herrn Egon Schöne stellvertretend für die ganze Familie ausgedrückt, denn ohne seine Beharrlichkeit und finanzielles Engagement wäre dieses Projekt nicht so weit gediehen bzw. nicht möglich gewesen. Ihm wurde ein großes Album mit Widmung und Bildern aus 10 Jahren Modellbau überreicht. Er gewann auch seine Schulkameraden Dieter Boyrich und Lothar Frenkel zur engagierten Mitarbeit. Auch dem Modellbauteam wurde gedankt. Alle Mitarbeiter beteiligten sich an der Vorbereitung unter der Federführung von Herrn Orsakowsky, Herrn Strauß, Frau Böhme. Es war zum Teil Schwerstarbeit, denn die Modelle haben ein nicht zu unterschätzendes Gewicht. Martina Schöne hatte einige Bildtafeln u.a. im Hausflur zusammengestellt, die einen hervorragenden Einblick in die Detailarbeit des Modellbaus gewähren. Auch Familie Klotzsche war unermüdlich aktiv, wenn es um Arbeiten mit Holz ging, so wurde u.a. die Fotowand von ihr gestaltet, die zum Renner wurde. Aber auch das Geochache wurde durch J. Klotzsche organisiert, was letzlich über 80 Freunde dieser neuen Wanderart nach Königsbrück lockte. David Krähe gestaltete die Quizkarten und R. Strauß hatte als IT – Designer in allen Bilddokumenten seine „Hand im Spiel“.Werner Lindner „schleppte“ die beiden Sonderanfertigungen, das Armenhaus und eine Krakauer Glocke herzu, die ebenfalls Erinnerungen an die Ortsjubiläen von Stenz und Röhrsdorf weckten. Der Kreativzirkel verkündete, dass er sich bis zur Landesausstellung auch mit dem Thema VIA REGIA beschäftigen wird. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt unseres Posaunenchores, der alle Anwesenden musikalisch begrüßte. Danke dafür ! Die Firma Tamke und Angelo d'Errico sorgten für die Getränke und deftigen Speisen . Die BäckermeisterInnen Bulang, Frenkel und Hartmann spendierten unterschiedlich und wunderschön gestaltete Jubiläumstorten bez. -kuchen und die Chefinnen schnitten sie dann „fachfraulich“ an und gaben sie zum Verzehr frei.Auch Vereinsmitglieder stellten selbst gebackenen Kuchen zur Verfügung, deren Erlös der Fördervereinskasse zufloss. Danke für das Engagement ! Anschließend gab es Attraktionen für die ganze Familie:Das VIA MOBIL war umlagert, denn die Informationen aus anderen europäischen Regionen waren sehr gefragt. Familie Volkland bot rege in Anspruch genommene Kutschrundfahrten an. Das VIA REGIA - Quiz war zu Redaktionsschluß leider noch nicht ausgewertet, ebenso die Namenssuche für unseren „Klinkerbau“ . Die Fotowand war d e r Hit. Jeder wollte als Pilger fotografiert werden. Ebenso wurden die Kletterattraktionen des Kreissportbundes Pirna von den Kindern rege in Anspruch genommen, ebenso das Kinderschminken und das Bemalen von verschiedensten Figuren. Der Aufwand und das Engagement jedes Einzelnen hat sich gelohnt, zumal das Wetter mitgespielt hat und viele Gäste uns besucht haben. Noch nach 19 Uhr waren Martina Schöne, Sonita Bellinghausen, denen ein besonderer Dank gilt, René Strauß, David Krähe,Thomas Klinnert und Marcus Leske mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Danke an alle beteiligten Helfer!
i.A. J. Loeschke |